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| Wie war das denn damals?
Um die Vergangenheit besser zu verstehen und aus ihr lernen zu können, wurde vom TREFFPUNKT SENIORENBÜRO die Zeitzeugenbörse eingerichtet und in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring neu belebt. Geistig aktiv gebliebene Senioren sind als Zeugen vergangener Zeit bereit, ihr Wissen an Schüler, Studenten, Jugendgruppen und Interessierte weiterzugeben. Aus ihren Berichten erfahren Sie, wie unsere Senioren/innen aufgewachsen sind, wie damals die sozialen und politischen Umstände waren und deren Leben beeinflusst haben. Es ist ein lebendiger Querschnitt aus dem vergangenen Jahrhundert und ein Stück Zeitgeschichte. Je nach Lebensgeschichte der Vortragenden und Vorwissen der Hörer variieren in den Vorträgen und anschließend meist lebhaften Gesprächen die Schwerpunkte: Krieg: Wie die damals als Soldaten oder Zivilisten Waffen, Zerstörung, Tod und Verwundung, Vormarsch, Feindesland und dann den totalen Zusammenbruch erlebten. Alltag: Wie Kleidung, Spielzeug, Ernährung, Wohnverhältnisse erst bescheiden und dann Mangel waren. Welche Feste wie gefeiert wurden (z.B. Weihnachten, Geburtstag). Schule und Erziehung: Wie Staat und Partei Einfluss zu nehmen suchten, Eltern bedrängt, Kinder im neuen Geist belehrt wurden. Wie ein neuer Glaube aufkam. Ernährung und Kleidung: Von Lebensmittelmarken, Bezugsscheinen, Hamsterei, Schwarzmarkt und strenger Kontrolle. Krieg in der Heimat: Von Fliegeralarm, Bombennächten, Tieffliegern, Verwundetentransporten, Gefallenen- Vermisstenmeldungen. Von Luftschutz, Schwarzhören und strenger Überwachung. Kriegsende: Von der nahenden Front, Stiften gehen, Einmarsch, Plünderungen, Flüchtlingen, Vertriebenen, Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung, Entnazifizierung, Suchdienst und Eingliederung. Neuanfang mit der Währungsreform: Von Kopfgeld, vollen Schaufenstern, Trümmerfrauen und Wiederaufbau.
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